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Referat zur Homepage der Tagesschau

4. August 2009

Hier ein kleines Video zur Homepage der Tagesschau. Es ist eine sehr vielseitige Nachrichtenseite, denn sie nutzt wirklich sehr viele Arten der medialen Kommunikation.

Sie veranschaulicht komplizierte Strukturen, Wahlergebnisse oder aktuelle Statistiken mit aufwendigen Animationen. Desweiteren verbindet die Homepage das Fernsehen und das Radio mit dem Internet, indem sie ihre Fernsehsendung optimal auf der Homepage einbinden.

Viel Spaß mit dem Video und ich kann euch die Seite echt nur empfehlen. Am besten als Google-Gadget auf seinem Google-Desktop.

Burkhard Asmuth

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Ein etwas anderer Studentenjob…

4. August 2009

IMGP1092Die Sonne scheint, Kinder verschiedenen Alters und einige Hunde tummeln sich auf dem alten Hof. Es handelt sich um den Flother Hof in Mülheim an der Ruhr. In dieser Pferdepension hat auch Jenny L. ihr Pferd stehen und um dieses nicht gerade günstige Hobby zu finanzieren hat sie einen ganz besonderen Studentenjob: Sie gibt in ihrer Freizeit Reitstunden, „Den schönsten Studentenjob, den man sich vorstellen kann.“, wie sie sagt. Die meisten ihrer Schüler sind Kinder zwischen 7 und 12, aber auch Erwachsene suchen sie auf um in dem ruhigen Ambiente, ganz anders als in den hektischen Reitschulen, Unterricht zu bekommen. Jenny ist 23 und studiert an der Ruhr-Uni in Bochum Mathematik und Biologie. Sie möchte Lehrerin werden und liebt Kinder über alles. Jenny hat noch ein wenig Zeit bevor ihre Schüler eintreffen und zeigt mir den Stall. Wir schlendern durch die Stallgasse, in der 9 Boxen sind. Alle sind leer, die Pferde stehen den ganzen Tag auf den Wiesen und lassen sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Bei so schönem Wetter holt der Stallbesitzer die Tiere oft erst gegen 22 Uhr rein und lässt sie schon um 8 Uhr morgens wieder auf die Wiesen. Jenny erzählt, dass die Pferde abends auf die Rufe des Stallbesitzers reagieren und von alleine in ihre Boxen laufen um dort das bereitstehende Futter zu genießen. Ein schmaler Kiesweg, der sich von der Stallgasse aus zwischen einem kleinen Privatsee und dem Garten der Inhaber an den Winterpaddocks entlang schlängelt, führt zu dem Reitplatz. Man hört die Vögel zwitschern und es riecht nach frisch gemähtem Gras. Die Bauern haben gerade Heu geschnitten, das nun zum Trockenen auf den Wiesen liegt. Am Reitplatz entlang plätschert ein Bach. Ein kurzer Blick auf die Uhr: Kurz vor drei. Gleich kommen die ersten Schüler. Also zurück zum Hoftor um dort die Kinder in Empfang zu nehmen. „Meine Jüngsten!“ erzählt Jenny. Die Schülerinnen, die sie erwartet sind erst 7 und somit die Kleinsten. Mej und Lea kommen einmal die Woche und nehmen bei Jenny Unterricht. Mejs Mutter, Bettina, begleitet die beiden jede Woche und ist auch auf den Geschmack gekommen. Sie hat im Februar ebenfalls ihre erste Reitstunde auf dem Flother Hof hinter sich gebracht und wird auch heute nach den beiden Kids ihre wöchentliche Reitstunde haben. „Späteinsteiger sind gar nicht so selten“ erzählt Jenny. Ein blauer Kombi kommt auf den Hof gefahren. Die Kinder springen aus dem Auto. Jenny geht mit den Kindern die Halfter holen um mit ihnen gemeinsam auf die Wiese zu laufen und die Pferde zu holen. „Sonst sind wir zu zweit. Eine Freundin von mir finanziert auch so ihr Studium, ist aber heute nicht da. Deswegen mache ich ihre Stunde mit und hole auch Joey.“ Joey ist der Tinker-Mix von Sarah, Jennys Freundin. Die beiden vertreten sich öfter gegenseitig, so dass keine Reitstunden ausfallen müssen, wenn mal jemand krank ist oder für eine wichtige Klausur gelernt werden muss. Jenny stapft mit den Kids den Hügel zu den Wiesen hoch um die Pferde zu holen. Bettina setzt sich derweil schon einmal in die Sonne und genießt das Wetter. Die Kinder haben zuerst ihre Reitstunde. Sie erzählt, dass sie froh ist, so spät noch mit dem Reiten angefangen zu haben, dass sie die Ruhe dieses Sports genießt. Es dauert eine Weile bis Jenny mit den Kindern zurück kommt. Die Wiesen sind groß. Als sie durch das Tor von den Wiesen kommen, sieht man die Pferde: Einen kleinen Schecken, „Joey“, und ein getupftes Kleinpferd, „Sugar“, eine Knappstrupper-Stute. Jenny nennt sie „Pipi-Langstrumpf-Pferd“. Das ist gut getroffen, denn so sieht sie aus. Die Kinder wissen offensichtlich schon wo alles steht und holen, gleich nachdem Jenny ihnen geholfen hat die Pferde anzubinden, das Putzzeug aus der Sattelkammer um eifrig mit dem Putzen zu beginnen. Hier packt Bettina nun auch mit an. Die Reitstunde an sich läuft ruhig ab, Jenny lässt die Kinder viel selbst probieren und die Pferde Lehrer sein. Diese sind gut ausgebildet und reagieren nur auf richtige Kommandos. Bälle und Pylonen werden auch mit eingebaut, so dass Slalom-Reiten und Ballspielen vom Pferd aus das ganze zu einem Spiel umgestalten. Jenny bleibt immer fröhlich und freundlich und versucht den Kindern das Reiten spielerisch beizubringen. Nach 45 Minuten ist Bettina dran, nachdem Joey wieder auf die Wiese gebracht wurde. Nun läuft die Stunde etwas anders ab, Jenny ist zwar immer noch freundlich, gibt aber wesentlich mehr Hinweise. Bettina kommt schnell ins Schwitzen, doch strahlt sie dabei, denn Jenny vergisst nicht sie zu loben. Motiviert gibt Bettina ihr Bestes. Der Platz staubt und die Sonne gibt ebenfalls ihr Bestes, so dass sogar Zuschauer ins Schwitzen kommen. Nach den Reitstunden schlendern alle gemeinsam wieder auf den Hof und Jenny gibt dabei ihr Feedback. Die Kinder bringen Sugar nach dem Absatteln auf die Wiese zurück. Jenny hat für heute ihr Geld verdient. Nachdem ihre Schüler sich verabschiedet haben, hat sie nun etwas Zeit für sich und setzt sich selbst noch etwas in die Sonne zu ein paar anderen Pferdebesitzern und dem Stallinhaber, die es sich mittlerweise auf ein paar Gartenstühlen bequem gemacht haben. Hier wird noch etwas Smalltalk gepflegt und das Wetter genossen. Nur Vogelgezwitscher und zwischendurch ein Wiehern oder Hundegebell sind zu hören und man kann beobachten, wie die Schwalben in kurzen Abständen in die Stallgasse fliegen und wieder herauskommen, da sie dort ihre Nester haben und die Junge versorgen.

von

Yvonne Schmidt

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Ja es ist Wochenende, und ja ich muss arbeiten

3. August 2009

Julia bei der ArbeitEigentlich ist die 26-jährige Julia aus Dortmund Journalismus-Studentin. Tagsüber in Jeans und Sneakers ist sie von anderen kaum zu unterscheiden. Morgens schlendert sie etwas übernächtigt durch die Uni, doch sie hat keine andere Wahl. Wie viele andere Leidensgenossen, muss auch sie sich ihren Lebensunterhalt hart verdienen. Während andere dem Wochenende in freudiger Erwartung entgegenblicken, steht für Julia arbeiten an der Tagesordnung. Im Dortmunder Club Village steht sie hinter der Theke, bedient die Gäste und lächelt tapfer die ganze Nacht hindurch. Sieht doch eigentlich nach einem netten Studentenjob aus. Oder?! Ich habe Julia einen Abend lang begleitet, um mich davon zu überzeugen, was eine Thekenkraft wirklich leisten muss.

Es ist gerade 20 Uhr, und Julia legt letzte Handgriffe an Outfit und Make-up an. Kurzer schwarzer Rock und ein sehr tief ausgeschnittenes Oberteil, die hellen Augen sind nachtschwarz geschminkt. Huch, ist das nicht etwas früh für die Disco, frage ich sie. Aber nein, Arbeitsbeginn für die erste Schicht ist um 21 Uhr, verrät sie mir. Es muss ja auch noch einiges vorbereitet werden, damit die feiernden Massen auch versorgt sind. Zeit für ein Schläfchen nach der Uni bleibt da nicht. Da werden die Sachen schnell in die Ecke geworfen, unter die Dusche gesprungen und falls man noch Zeit hat, noch schnell etwas gegessen. Bei der Arbeit bleibt keine Zeit, da muss man bis morgens durchhalten können. Und ein vernünftiges Styling wird von den Thekenkräften vorausgesetzt. Wer da keinen Wert auf sein disco-taugliches Outfit legt, der ist in so einem Job fehl am Platz.
21 Uhr: Julia guckt auf den Plan wer zur zweiten Schicht an ihre Theke kommt und los gehts: Als erstes werden die Kühlschränke aufgefüllt. Julia schiebt die schweren Kästen durch die Gegend und räumt die Getränkeflaschen in die Kühlschränke. Saft- und Limonadenflaschen werden fein säuberlich aufgereiht, die Ausgießer aus die Flaschenhälse gesteckt. Die Regale werden ausgeräumt und geputzt, die Gläser gespült und poliert. Das Obst für die Cocktails gewaschen und geschnitten, Müllsäcke in die Mülleimer verfrachtet, Strohhalme; Servietten und Putzlappen geholt und alles auf und unter der Theke verteilt. Alles hat seinen festen Platz. „Später muss jeder Handgriff sitzen“ erklärt sie mir „wenn es voll ist kann ja nicht mal eben einer weg, um etwas zu holen. Das würde bei dem Gedränge einfach zu lange dauern“.
Inzwischen ist es schon 22 Uhr, und mir ist schon ganz heiß vom zugucken. Das da von vorneherein so viel Arbeit steckt, war mir nicht bewusst. Julia lacht: „Es hat doch noch gar nicht angefangen! Warte noch ein, zwei Stündchen.“ Das Eisbecken ist in der Zwischenzeit ebenfalls desinfiziert, die Thekenbeleuchtung wird langsam gedimmt, der DJ legt seine Platten auf. Es kommt endlich ein altbekanntes Feierlaune-Feeling auf. Der Laden füllt sich merklich schnell, Die ersten Gäste begrüßen Julia freundlich „Hey Julia, wie gehts?! Was macht n dein Freund?!“. Julia antwortet brav, Smalltalk gehört nun mal zum Job dazu. In der Zwischenzeit ist auch der zweite Mann an Julias Theke angekommen, die 24 Uhr Schicht. Die Verstärkung ist auch dringend nötig, inzwischen ist es heiß, voll und ohrenbetäubend laut. Die Leute stehen aufgereiht vor der Theke, und jeder will natürlich als erster bedient werden. Die beiden tun ihr Besten, hetzen von einem zum anderen, versuchen alle Wünsche zu erfüllen. Doch auch dieses stellt sich nicht als so einfach dar. Die meisten sind inzwischen betrunken und vergessen alle Hemmungen und Manieren: „Ey, EY!!! SCHWESTER!EY!! Ich steh schon bestimmt eine Stunde hier!“. Mir fallen aber noch andere negativ ins Auge. Ich sehe ein Mädchen, dass ein Pinnchen auf die Theke schmeißt und zu Julias Kollegen sagt „Ey, mach das weg! Das ist doch dein Job!“. Und so geht es die ganze Nacht so weiter. Einige Gäste bleiben nett und warten, bei anderen hat offenbar die gute Kinderstube völlig versagt. Doch Julia und ihr Kollege lassen sich nicht beirren: „Ach, man gewöhnt sich dran. Und wenns ganz schlimm ist, müssen diese Gäste einfach gehen.“ Hinausbegleitet werden diese dann von großen, furchteinflößenden Türstehern. Jemand muss ja für Ordnung sorgen und auf die Thekenkräfte aufpassen. Ein Telefon an jeder Theke sorgt für einen schnellen Kommunikationsfluss.
Inzwischen ist es kurz vor 5 Uhr morgens, endlich Zeit für eine Zigarette und ein Moment zum hinsetzen. Es ist stickig von dem ganzen Qualm und in dem Raum sind es gefühlte 100 Grad. Der Rücken schmerzt vom wuchten, die Beine vom vielen rumlaufen und wenn sich mal im Stress keiner schneidet, ist das eher eine Ausnahme. Die meisten Mitarbeiter sind verständlicherweise schon müde, doch es gibt keinen Ausweg, die Gäste feiern noch. Und sollen sie auch. Immerhin muss  noch aufgeräumt werden. Inzwischen fängt Julia an, die Theke zu putzen. Unter den Flaschen, in den Schubladen, überall wo etwas hin getropft oder hin gespritzt sein kann. Ihr Kollege bedient in der Zeit weiter die Gäste. „Wir wollen ja keinen rausputzen“ sagt Julia. Kurz nach 6 Uhr morgens wird dann endlich das Licht angemacht, die Musik verstummt. „Wie?! Ihr macht schon Feierabend?! Noch ein Lied!!!“ hör ich es aus den Ecken. Doch es reicht, irgendwann hat jeder Mal Feierabend. Die letzten Gäste werden langsam rausgeschoben und die Theken können endlich zu Ende aufgeräumt werden. An der größten Theke des Clubs ist nach Feierabend der Treffpunkt. Dort sammeln sich die einzelnen Thekenkräfte um auf die anderen zu warten und gemeinsam hinauszugehen, oder einfach nur einen Moment, um lustige Erfahrungen der Nacht auszutauschen. Bis alle fertig sind und rausgehen können ist es fast 8 Uhr. Doch Stopp, etwas fehlt noch. Die Männer müssen noch den Müll rausbringen.
Was für eine Nacht! Aber jetzt ist doch hoffentlich mal Wochenende?! Von wegen. Um 12 Uhr aufstehen, etwas für die Uni und den Haushalt machen, und dann fängt auch schon die nächste Schicht im Club an. Ja es ist Wochenende, und ja ich muss arbeiten….

von Martha Turowski

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Schottische Volksmusik mitten in Köln

3. August 2009

Jill und Frederike, zwei 18 jährige Abiturientinnen, spielen leidenschaftlich Dudelsack und haben ein großes Ziel vor Augen: Einmal nach Schottland und die Highlands erkunden. Um sich diesen Traum erfüllen zu können, musizieren sie in bester Schottentradition in der Kölner Innenstadt.

Der Audiobeitrag: *klick*

von Jan Möller

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Open Air Kino Bochum: Ein filmisches Vergnügen in Brauhaus-Atmosphäre

3. August 2009
Fiege Open Air Kino

© www.kino-fiege.de

Rockige Musik schallt aus den Lautsprechern, die an Hauswänden, Bäumen und Dächern befestigt sind. Eine große Leinwand hängt zwischen zwei Gebäuden und flattert leicht hin und her. Davor stehen zahlreiche, weiße, zum Teil etwas wackelige Plastikstühle. Einige Zuschauer haben sich schon Plätze gesichert und ihre mitgebrachten Kuscheldecken und Kissen platziert. Eine Gruppe von Studenten ist gerade erst eingetroffen und sie diskutieren, an welchen Platz sie ihre Klappstühle aufstellen, damit sie eine gute Sicht auf die Leinwand haben – da diese aber riesig ist, scheint der Sitzplatz fast nebensächlich.

Die meisten Besucher stehen an der Biertheke und gönnen sich erst mal ein kühles Bier, selbstverständlich der Marke Fiege. Andere warten am Bratwurststand auf etwas Nahrhaftes.  Warten müssen sie allerdings nicht nur auf ihr Essen, sondern auch auf den Filmstart. Heute scheint es einfach nicht dunkel zu werden und so verschiebt sich der Beginn der Vorstellung. Das scheint aber niemanden zu stören, die Stimmung ist ausgelassen und die Besucher plaudern während die Sonne immer weiter untergeht.

„Es ist diese besondere Atmosphäre, warum ich mir im Sommer gerne hier und nicht in einem normalen Kino Filme anschaue“, erzählt Sarah, die mit ihrem Freund extra aus Dortmund angereist ist. „Die frische Luft, direkt unter freiem Himmel sitzen, all das ist einfach toll und mal was Anderes“, schwärmt sie. Ihr Freund Daniel nickt und schmunzelt: „Außerdem ist es hier das einzige Kino, in dem man während der Vorstellung rauchen darf.“

Das Brauhaus Moritz Fiege veranstaltet bereits zum 11. Mal das Kino-Festival unter freiem Himmel. Mehrere Wochen werden aktuelle Kinohits, Blockbuster und Klassiker in dem Freilufttheater gezeigt. Unterstützung bekommt die Brauerei dabei von der UCI Kinowelt. Doch der wichtigste Partner ist noch immer das gute Wetter. Die gezeigten Filme können noch so verlockend sein, doch bei Dauerregen fällt es auch den treusten Open Air Kino Gängern schwer, standhaft zu bleiben. Auch dieses Jahr ist so manche Filmvorführung ins Wasser gefallen, erzählt der Veranstalter etwas deprimiert.

Heute scheint aber alles zu klappen. Es ist bereits nach 22:00 Uhr, doch es ist immer noch angenehm warm und keine Wolke am Himmel zu sehen. Mittlerweile sind alle Klappstühle belegt und die noch schnell heran eilenden Nachzügler müssen sich mit einem Platz auf der Bierzeltbank begnügen. Der Beamer wird angeschmissen und das Bild noch einmal auf der Leinwand richtig ausgerichtet. Inzwischen ist es völlig dunkel, so dass das Bild gut zu erkennen ist. Als die Hintergrundmusik ausgeschaltet ist und die Trailer für demnächst präsentierte Kinofilme durchlaufen, werden die Stimmen leiser und die Blicke konzentrieren sich auf die Leinwand. Die Atmosphäre wird noch einmal von einem bellenden Hund durchbrochen, der unbedingt die Bratwurst seines Herrchens haben möchte, der sich gerade gemütlich auf einen Plastikstuhl gesetzt hat. Hunde im Kino – das gibt es wohl auch nur unter freiem Himmel.

Als der Film beginnt fühlt man sich wie in einen Kinosaal versetzt. Nur die Hintergrundgeräusche der angrenzenden Straßen und die Leuchtreklame der Fiege-Brauerei lassen einen noch erahnen, dass man eigentlich unter freiem Himmel auf einem Brauhof sitzt.

Nähere Infos und das aktuelle Programm gibt es hier!

von Christine Winkler

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Ein gesunder Start in den Tag – veganes Frühstück in der GB-Cafeteria der Ruhr-Uni

3. August 2009

Eine lange Reihe müder und ungeduldiger StudentInnen hat sich entlang der Selbstbedienungstheke gebildet, an dessen Ende eine Angestellte die auf Papierunterlagen gelegten Leckereien ab kassiert. Unruhiges Gemurmel und Getuschel lässt sich aus allen Ecken des Raumes vernehmen. An den hintersten Tischen sind bereits muntere Gespräche im Gange. Die stickige Luft ist angereichert mit frischem Kaffeegeruch. Klares winterliches Morgenlicht bricht sich an den wand großen Fensterscheiben und treibt bunte Reflexionen in die blinzelnden, noch schlaftrunkenen, Augen der wartenden Masse.

Es ist ein kalter Morgen mitten im Februar und ein typischer Tagesbeginn für die meisten StudentInnen der Ruhr-Universität. Obwohl das letzte Semester gerade erst endete, tummeln sich noch viele Studis auf dem Campus und in den Fluren und Korridoren der Uni. Klausuren, Verschriftlichungen, mündliche Prüfungen: Viel Arbeit während der vorlesungsfreien Zeit will noch erledigt werden und so dient, auch außerhalb der regulären Studienzeit, eine der vielen Cafeterien als erste Anlaufstelle für den Start in den Büffeltag. Neben Kaffee, Kakao, Tee, Gebäck und Kuchen gehören vor allem mit Wurst und Käse belegte Brötchen und Baguettes zum Repertoire des breiten Frühstücksangebots. Doch wer sich an diesem Morgen in die Warteschlange der Cafeteria des GB-Gebäudes – eines der drei westlich gelegenen Bauten, welche den Fachbereichen der Geisteswissenschaften Quartier bieten – einreiht, der wird, inmitten der gewohnten Auslagen, einige neue und so appetitlich wie befremdlich anmutende Frühstückshäppchen vorfinden: Die Rede ist hier von veganen Lebensmitteln.

„Vegan“ – dieser Begriff geht zurück auf die 1944 in England gegründete Vegan Society, die sich daran störte, dass das Wort „vegetarisch“ zunehmend mit der Bedeutung eines sich zwar fleischlos ernährenden, aber dabei nicht gänzlich auf Käse und Fisch verzichtenden, Menschen in Verbindung gebracht wurde. Um sich von dieser Aufladung zu distanzieren, wurde, in Abgrenzung zu „vegetarisch“, der Begriff „vegan“ eingeführt, der für eine möglichst weitreichende Ernährung ausschließlich pflanzlicher Lebensmittel und darüber hinaus der generellen Ablehnung des Konsums tierischer Erzeugnisse, beispielsweise von Kleidung mit Leder, steht.

Da insbesondere immer mehr junge Menschen diese vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise annehmen, bieten Cafeterien und Mensen in Schulen und Universitäten zunehmend auch einen veganen Speiseplan an. Am 16. Februar 2009 war es dann auch in der Ruhr-Universität so weit und das Akademische Förderungswerk Bochum (AKAFÖ) erließ folgende Pressemitteilung: „Ab sofort bieten wir spezielle Produkte für Kunden an, die sich vegan ernähren wollen. Alle diese Produkte sind auch laktosefrei! Dieses Angebot wird zunächst probeweise nur in der Cafeteria GB angeboten.“. Vorausgegangen ist dieser Neuerung der „Arbeitskreis Vegan“, der auf Initiative verschiedener Fachschaftsräte und hochschulpolitischer Listen beim AKAFÖ eingesetzt wurde.

Mittlerweile ist wieder ein Semester um – es ist Sommer. Auch jetzt bildet sich wieder eine lange Schlange vor der Theke der GB-Cafeteria. Für viele sind die Bagles mit Tomatenaufstrich und Räuchertofu-Brötchen bis hin zu den Sojapuddings und -getränken nicht mehr wegzudenken. Beherzt wird in die Auslage des außergewöhnlichen Angebots gegriffen, das dann auch gegen Mittag bereits gänzlich erschöpft ist. „Wie zu erwarten war, ist der Absatz der veganen Produkte im GB sehr, sehr gut.“, sagt Jan Keitsch, Vertreter des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Sprecher der Grünen Hochschulgruppe und Gründungsmitglied des „Arbeitskreis Vegan“. Er hat die Reihe der Wartenden hinter sich gelassen und hält ein mit Servietten umwickeltes Weizenbrötchen mit Sojaaufstrich und Salat in den Händen. „Eine Ausweitung zur GA-Cafete ist noch nicht konkret angedacht, die Brötchenanzahl im GB wurde jedoch jüngst aufgrund der hohen Nachfrage verdoppelt. Da der Absatz auch weiterhin gut ist, ist es natürlich gut möglich, dass es bald auch in weiteren Cafeten das vegane Angebot geben wird.“, sagt er und beißt genüsslich sein Frühstücksbrötchen. Rosige Aussichten also für alle Studis der Bochumer Ruhr-Uni, die sich vegan ernähren. Da schmeckt der gesunde Start in den Tag sicher auch doppelt so gut.

Für alle, die jetzt Appetit bekommen haben, findet sich auf der Seite des AKAFÖ das komplette Angebot: *klick*

von Jan Möller

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Straßenmusik – Ein Beitrag zur Entschleunigung des Großstadtlebens

2. August 2009

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Reportage

Dortmund. Wer sich samstags auf die hiesige Shopping-Meile wagt, weiß bereits was ihn erwartet. Die hektischen Drängeleien, das permanente Geschupse und sich gegenseitig auf die Füße-Getrete können einem auf dem Westenhellweg ganz schön die Laune verderben. Von entspanntem Einkaufsbummel keine Spur. Doch gerade an diesem Ort der Schnelllebigkeit erlebt man Momente, die den stressigen Alltag entzerren.

Samstagmittag in der Dortmunder Innenstadt. Mit Einkaufstaschen beladene Menschen manövrieren sich durch einen nicht enden wollenden Strom, der stetig den Westenhellweg hinab fließt. Paare, die sich an der Hand halten – in Gruppen organisierte Teenager mit eigenwilligen Haartrachten –  kleine Kinder mit ihren Eltern, denen die beständige Sorge, der Nachwuchs könne abhanden kommen, ins Gesicht geschrieben steht – alte Damen die vorsichtigen Trittes ihren Hackenporsche hinter sich herziehen – Obdachlose halten ihre Becher den Vorbeieilenden hin. In der Luft vermischen sich die zusammenhangslosen Gesprächsfetzen nimmer müde werdender Handyträger und das Schreien der Kleinkinder mit den Gerüchen der Imbissstände. Stehenbleiben scheint unmöglich – immer weiter – zwischendurch die verärgerten Gesichter jener Passanten, die sich an den zu langsamen vorbeidrängeln. Ich schließe die Augen und lasse mich treiben…

Plötzlich zerschneidet ein einzelner Akkord herrisch das Stimmengewirr. Die Menschen schauen auf – der Strom stockt. Eine Stimme hebt an zu singen und wenige Augenblicke später blockiert eine Traube von Zuhörern den breiten Boulevard. Neugierig recken die hinten Stehenden die Hälse. Ich erhasche einen Blick durch die Menge: Zwei Männer stehen dort, der eine bearbeitet ein vor seine Brust gespanntes Akkordeon mit beiden Händen. Mühelos gleiten seine Finger über die Tastatur, der andere klatscht den Takt.  „I want to break free…“ erklingt – Sie spielen Queen. Noch etwas verhalten klatscht die erste Reihe mit. Überrascht von den vertrauten Klängen, die aus diesem stiefmütterlich behandelten Instrument erklingen. Hatte man doch eher eine Polka von diesem erwartet, als den monumentalen gitarrenlastigen Sound einer Rock-Band. Während sie spielen kommen immer mehr Menschen hinzu. Nach drei weiteren Liedern kündet der Sänger mit englischem Akzent „Bohemien Rhapsodie“ an. Es ist die letzte Nummer. Die Menge jubelt und singt mit. So laut, dass man die eigentliche Musik fast nicht mehr hören kann.

Die letzten Töne verklingen unter dem begeisterten Beifall des Publikums. Dann ist es still. Die Menschen erwachen – haben sie doch noch so viele Erledigungen zu besorgen und Termine einzuhalten. Einige werfen im Vorbeigehen Geld in den bereit gestellten Hut, andere machen den Musikern Komplimente, welche geschäftig Visitenkarten ausgeben. Die zu spät Gekommenen fragen nach dem nächsten Konzert.

Der Strom nimmt seinen gewohnten Gang wieder auf, langsamer. Die Leute reihen sich ein. Jedoch scheinen ihre Gesichter entspannter zu sein wie zuvor, als würde die Musik in ihren Köpfen weiterspielen. Nachdem auch die letzten Zuhörer gegangen sind, sammeln die beiden Musiker ihren doch beachtlich gefüllten Hut ein, verstauen das Akkordeon und machen sich auf den Weg, um einen neuen Platz zu finden. Sie haben keine Eile. Ist doch die Straße eine Bühne, die ihnen nie zu klein geworden ist.

Wer mehr über dieses ungewöhnliche Duo wissen möchte, kann sich auf ihrer Internet-Seite informieren.

www.theroyalsqueezebox.de

Fleur Vogel

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Das Gute liegt so nah…

31. Juli 2009
©Uwe Kortengräber/PIXELIO    www.pixelio.de

©Uwe Kortengräber/PIXELIO www.pixelio.de

Die Sonne spiegelt sich im Wasser. Kleine Wellen schlagen an das Ufer. Ein Segelboot gleitet in einiger Entfernung dahin. Man könnte fast denken, man sei im Urlaub. Doch das beschriebene Paradies befindet sich nicht weit entfernt von der Uni: Der Kemnader See. Umgeben von weiten Wiesen und Feldern und mit Blick auf das Wasser ist das Ruhrgebiet schnell vergessen. Der See scheint sich kilometerweit zu erstrecken und die vielen Besucher fallen kaum auf, denn sie verteilen sich gut. Das Brausen der nahegelegen Autobahn stört fast gar nicht mehr, es gibt genug andere Dinge, die einen ablenken. Menschen unterschiedlichen Alters halten sich an diesem Mittwochnachmittag hier auf. Die Spazierwege sind gut gefüllt. Mütter mit ihren Kindern, Omas und Opas mit Enkeln, junge Leute mit Grills und Decken unter dem Arm  laufen über die Wege oder suchen sich einen Platz auf der Wiese. Schöne Stellen gibt es fast überall rund um den See, sei es auf dem Rasen oder auf Stegen, die ins Wasser ragen. Phillip(21) kommt mit seinen Inlineskates um die Kurve gefahren. Er ist ganz schön schnell unterwegs, denn die gerade Asphaltstrecke lädt zum rasanten Fahren ein. Sorgen um die Fußgänger muss er sich nicht machen, denn Radweg und Fußgängerweg verlaufen hier getrennt. Trotzdem müssen Eltern ihre Kinder, die vielleicht schon auf dem Radweg fahren können, nicht aus den Augen lassen, denn die Wege verlaufen großenteils nebeneinander. So sieht man einen kleinen Jungen, der immer wieder ein Stück vorrausfährt, dann sein kleines Fahrrad dreht, um soweit zurückzufahren, bis er wieder auf einer Höhe mit seiner Mutter und seiner Oma ist.

Dass der Kemnader See eigentlich kein natürlicher See ist, sieht man ihm heute nicht mehr an. Eingebettet in ein kleines Tal zwischen den Städten Witten und Bochum hat er sich gut in die Landschaft gefügt. Besucher aus Richtung Wuppertal kommend, können den Kemnader See mitsamt Segelboten schon von der Autobahn aus sehen. Ein gutes Stück höher, aber gut sichtbar, liegt die Ruhr Universität.

Erbaut wurde der See in den Jahren 1976 bis 1979 und er ist 125 ha groß. Die Größe ist damit optimal für Wassersportler aller Art. Bei schönem Wetter tummeln sich auf dem Wasser unter anderem Segler, Surfer und Kanuten. Unterstützt werden diese Freizeitaktivitäten durch zahlreiche Angebote rund ums Ufer. So gibt es die Möglichkeit, Fahrräder und Inlineskates zu leihen oder aber Paddel- und Ruderbote. An verschiedenen Stellen findet man Grillhütten und Spielplätze. Leider darf man nicht im See schwimmen, für Abkühlung sorgt deshalb ein Strand- sowie Hallenbad im Hafen Heveney. Ein echtes Highlight für alle Landratten ist mit Sicherheit eine Fahrt mit dem Schiff „MS Kemnade“ über den See. Mehrmals kann man an diesem Nachmittag beobachten, wie das Schiff, beladen mit fröhlichen Fahrgästen, über den See kreuzt.

 Auch der inlineskatende Philipp gönnt sich eine Pause. Auf einer Bank sitzend, die Füße weit von sich gestreckt, guckt er den anderen Fahrern hinterher. Die Frage, ob er oft hier sei, bejaht er: „Im Sommer fahre ich hier mindestens einmal die Woche. Das bietet sich einfach an. Die Strecke ist schön glatt, das rollt fast wie von selbst.“ Da es kaum Steigungen gibt, ist es die Strecke auch bei vielen Anfängern beliebt, „ich find OK, dass hier alle fahren. Der Weg ist breit genug und wer langsamer ist, bleibt halt am Rand!“, sagt Phillip und grinst als zwei höchstens zehn Jahre alte Mädchen etwas wackelig vorbei rollen. Die Strecke rund um den See lässt sich aber auch zu Fuß gut bewältigen. Wer sich einen längeren Weg (ca. zehn km) zutraut, den führt der Weg über die Lakebrücke, die andere Möglichkeit ist der Weg unter der Autobahnbrücke hindurch. So sind dann nur etwa acht Kilometer zu bewältigen.

Am Ufer des Sees sitzen Eva(23) und ihre Freundinnen. Sie haben es sich mit einer Decke unter einem Baum gemütlich gemacht, vor ihnen steht ein kleiner Einweggrill. Der Duft von Würstchen liegt in der Luft. Eigentlich ist Grillen nur an den dafür vorgesehenen Stellen erlaubt – der Umwelt zuliebe. Eva sieht das nicht so eng: „Viele grillen einfach auf der Wiese. Wir räumen wenigstens hinterher unseren Müll weg.“ Zwischen zwei Würstchen berichtet sie, dass sie im Sommer oft ihre Freistunden am Kemnader See verbringt: „Von der Uni aus ist das ‘ne Viertelstunde mit dem Auto. Hier kann ich wenigstens abschalten und bei vier Stunden frei lohnt sich das richtig.“

 Der Kemnader See ist wirklich ein kleines Stück Urlaub und Erholung. Manchmal muss man also doch nicht in die Ferne schweifen und findet hier eine gute Alternative zu Balkonien. Wenn man sich ein wenig darauf einstellt, die Autobahn und klingelnde Fahrräder vergisst, dann hört man vielleicht sogar das Meer rauschen. Das Gute liegt manchmal doch so nah…

Silja Schneider

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Girls just wanna have fun

29. Juli 2009

Carrie und ihre Freundinnen haben es uns vorgemacht. Die Zeiten in denen Frauen hinter vorgehaltener Hand über Erotik sprechen sind vorbei. Silja Schneider hat sich deshalb in Köln einmal einen besonderen Laden angeschaut…

Beitrag“Lady’s Toys“

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eBooks- gebauter Beitrag von Burkhard Asmuth

18. Juli 2009

Mein gebauter Beitrag!

So schnell kanns gehen, denn schon ist mein Beitrag zum Thema „eBooks“ ONLINE.

Bitte gebt mir ein Feedback, wenn ihrs denn möchtet!

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Prellball- Eine unbekannte Sportart für Jung und Alt

14. Juli 2009

Zwei Mannschaften stehen sich in einer kleinen Schulsporthalle in Essen-Altendorf gegenüber. Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 15 stehen auf dem Spielfeld, welches auf den ersten Blick einem Volleyballfeld ähnelt, gegenüber. Doch zwei erkennbare Mannschaften aus jeweils vier Kindern trennt nur eine 40 cm über den Boden gespannte Leine. Jede Mannschaft steht auf einem acht mal acht Meter großem Feld. Gespannt schaut eine der Mannschaften in Richtung ihres Gegners. Ihre Hände- zu Fäusten geballt- strecken sie vor sich aus. Auf der anderen Seite nimmt ein junges Mädchen Anlauf. Sie hält in ihrer linken Hand den Spielball. Ein Schritt. Ein zweiter Schritt. Sie geht in die Knie. Holt mit ihrem rechten Arm weit aus und schlägt den Ball flach über den Boden in Richtung gegnerischer Mannschaft. Der Ball schlägt kurz vor der Schlagfrau auf, fliegt über die Leine, tippt ein weiteres Mal auf und landet schließlich im Geräteraum der Sporthalle. Der Trainer Jan Strohschein (23), selber seit 9 Jahren Prellballer und in der 1. Bundesliga aktiv, vergibt einen Punkt: „Fehler! Vorteil Saskia! 2 Bälle Saskia.“ Mit Saskia (15) ist die Schlagfrau gemeint und mit ihr ihre gesamte Mannschaft. Die Anzahl der Bälle geben den Vorsprung ihrer Mannschaft an. Nun macht sich der kleine Torben (7) bereit, um seinen Aufschlag möglichst effektiv durchzubringen. Doch dieses Mal schlägt der Ball kein zweites Mal im gegnerischen Feld auf, sondern Justin (11) schlägt auf den Ball, so dass dieser senkrecht zum Boden Richtung Decke fliegt. Ein weiterer Mitspieler schlägt auf den Ball und es ist wieder Saskia die den Ball mit ihrem Schlag in den nächsten Punkt ihrer Mannschaft verwandelt.

Prellball gehört zu den Turnsportarten und wird in allen Altersklassen gespielt. Die nicht so populäre Ballsportart erfreut sich derzeit an einen großen Zuwachs in der Nachwuchsabteilung aller rheinländischer Vereine, dessen Anmeldungen zu Miniturnieren in der Spielzeit 2008/2009 neue Rekorde aufstellte. „Reflexe, Bewegung und Präzision sind im Umgang mit dem Prellball sehr bedeutend“, so der Cheftrainer Jan Strohschein. Mit Joseph Schröder (84) hat der Verein einen ehemaligen Nationalspieler, der im einzigen Länderspiel in der Prellballgeschichte gegen Argentinien gespielt, hat in ihren Reihen. „Ich habe die Jungs trainiert und nun führen sie meine Arbeit erfolgreich weiter.“, sagt er begeistert mit Blick auf die Jugendmannschaften, die von ihren jungen Trainern durch die Halle gescheucht werden. Alle Trainer waren bereits Deutscher Meister und haben dafür gesorgt, dass es an Nachwuchs niemals mangelt. Regelmäßig veranstaltet der Verein jährlich eine Vorstellung ihrer Sportart in benachbarten Grundschulen nahe der Essener Turnhalle in der Dechenstraße. „Der jährliche Zuwachs ist kaum zu verarbeiten, doch es trennt sich zum Glück immer schnell die Spreu vom Weizen.“, sagt Markus Gladt (23) mit Blick auf den nächsten Anwerbeversuch nach den Sommerferien in diesem Jahr.

Das Training ist immer in drei Abschnitte aufgeteilt:

Aufwärmen – Techniktraining – Spieltraining.

Beim Aufwärmen ermöglicht das Prellballtraining der Jugend den Einblick in andere Sportarten, denn sie spielen Fussball, Basketball, Hockey und vieles mehr. Trainer Jens Seiffe (21) erklärt ihre Ausflüge in andere Sportarten, denn jede Sportart fördere „bestimmte Fähigkeiten, doch wir brauchen beim Prellball ein Gemisch aus allen.“

Nach dem Training der Kinder und Jugendlichen betreten gegen 20 Uhr die ältere Prellballergeneration die Halle. Mehrere Männder zwischen 60 und 80 Jahren. Der Umgang und das Zusammenspiel mit dem jugendlichen Nachwuchs, der zum Teil bis 21 Uhr mittrainiert, „sei unhgeheuer wichtig für die Entwicklung der einzelnen Spieler und außerdem perfekte Aufbaugegner für anstehenden Ligaspiele“, erklärt Hans Bauer (75). Motiviert werden einzelne Spielzüge besprochen, das Stellungsspiel verfeinert und die Technik perfektioniert, Die Symbiose aus Jung und Alt funktioniere in Turnsportarten „besonders gut, da die Trainingszeiten extra auf diesem Austausch aufbauen“, beschreibt Joseph Schröder. Auf die Frage warum Frederick Steiner (11) denn Prellball spiele, weiß er die Gründe sofort: „Ich finde die jungen Trainer klasse, weil die viel Blödsinn mit uns machen. Viele Freunde aus meiner Klasse sind auch hier!“

Links zum Thema:

Homepage des deutschen Turnerbunds- Schwerpunkt Prellball

TB Essen Altendorf 1884 e.V.

Artikel „Prellball“ bei Wikipedia

von Burkhard Asmuth

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Studiengebühren- Freud oder Leid?!

27. Juni 2009

Zu diesem „leidigen“ Thema haben wir in der Bochumer Innenstadt eine Umfrage erstellt.

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Bochum vor dem Abstieg!

27. Juni 2009

Eine Umfrage zur Abstiegsangst des Vfl Bochums!

Umfrage

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Trödel ist schick

27. Juni 2009

Christine hat sich auf einem Flohmarkt an der Ruhr-Uni umgehört und gefragt, was die Menschen in Zeiten von Ebay & Co noch an Flohmärkten fasziniert.

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Wofür lohnt es sich heute noch auf die Straße zu gehen?

27. Juni 2009

Silja befragte Menschen aus Bochum was passieren müsste, damit sie auf die Straße gehen und demonstrieren.

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Vom Winde verweht – Ein zeitloser Klassiker

14. Juni 2009

Vom Winde verweht (Originaltitel: Gone with the Wind) aus dem Jahr 1939 ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell, der in denSüdstaaten der USA während des Sezessionskriegs in den 1860ern und der darauffolgenden Reconstruction spielt und mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde. Berücksichtigt man die Inflation, ist Vom Winde verweht bis heute das kommerziell erfolgreichste Werk der Filmgeschichte.

Der Roman erschien am 30. Juni 1936 und wurde sogleich einer der größten Bestseller in der Geschichte der amerikanischen Literatur, bereits im Oktober waren mehr als 1 Million Exemplare verkauft worden. Margaret Mitchell überließ noch im gleichen Jahr die Filmrechte an ihrem Buch für 50.000 Dollar dem Produzenten David O. Selznick.

Der Film war der erfolgreichste Film des Jahres 1939. Er erhielt bei der Oscarverleihung 1940 15 Nominierungen und 10 Oscars für den besten Film, die beste Regie für Victor Fleming, für Vivien Leigh als beste Hauptdarstellerin und für Hattie McDaniel als beste Nebendarstellerin (erste ausgezeichnete schwarze Schauspielerin). Außerdem gewann der Film die Auszeichnungen für Schnitt, Kamera, adaptiertes Drehbuch, bestes Szenenbild sowie für Technische Verdienste, und William Cameron Menzies erhielt einen Sonderpreis für hervorragende Leistungen im Gebrauch von Farbeffekten. Ebenfalls nominiert waren Clark Gable als Bester Hauptdarsteller, Olivia de Havilland als Beste Nebendarstellerin und Max Steiner für die beste Originalfilmmusik, sowie der Ton und die Effekte.

Scarlett O’Hara lebt mit ihren Eltern und zwei jüngeren Schwestern auf der Baumwollplantage Tara bei Atlanta. Sie ist der verwöhnte Liebling ihres Vaters und gewohnt, alle Wünsche erfüllt zu bekommen. Auf einem Gartenfest gesteht sie Ashley Wilkes, den Erben der Nachbarplantage Twelve Oaks, ihre Liebe und drängt ihn,  sie zu heiraten. Ashley ist jedoch bereits mit seiner Kusine Melanie Hamilton verlobt. Rhett Butler, ein Gast aus Charleston, der von seiner wohlhabenden Familie verstoßen wurde, belauscht die Auseinandersetzung. Als Rhett sich zu erkennen gibt, meint Scarlett, er sei kein Gentleman. Rhett  erwidert, sie sei keine Lady. Kurz vor dem Bürgerkrieg heiratet Ashley Melanie und Scarlett nimmt den Antrag von Melanies Bruder Charles an, in der Hoffnung von nun an in der Nähe von Ashley zu sein. Charles stirbt jedoch im Ausbildungslager an Lungenentzündung und so zieht Scarlett auf Anraten ihrer Mutter nach Atlanta zu Melanie und deren Tante „Pittypat“ Hamilton.


Dort trifft Scarlett auf einem Wohltätigkeitsball für verwundete Soldaten erneut Rhett Butler. Bei einer „Versteigerung“ der Damen zum Wohl des Lazaretts „kauft“ Butler Scarlett als Tanzpartnerin, obwohl sie als Witwe nicht tanzen darf. Scarlett, frustriert über die gesellschaftlich verordnete Trauerzeit, nimmt das Angebot begeistert an. Inzwischen greifen die Truppen der Nordstaaten Atlanta an, und Scarlett muss Melanie bei der schweren Geburt von Ashleys Sohn beistehen. Bei der anschließenden Flucht zur Heimatplantage Tara hilft ihnen erneut Rhett Butler. Er treibt ein Pferd und einen Fuhrwagen auf und bringt sie mit Melanie und dem Kind aus dem brennenden Atlanta. An der Stadtgrenze verlässt er sie, um sich der Armee anzuschließen.


Bei der Ankunft im Tara, stellt Scarlett fest, dass ihre Mutter gestorben, und der Vater den Verstand verloren hat. Die bis dahin reichen Sklavenhalter lernen Hunger und Elend kennen. Scarlett wird in dieser Situation Scarlett zum Oberhaupt der Familie, treibt Nahrungsmittel auf, spornt alle zum Arbeiten an und tötet sogar einen Soldaten, um ihr Haus und die Familie zu schützen. Als hohe Steuern für Tara angesetzt werden und der ehemalige Sklavenaufseher Wilkerson droht, die Plantage bei einer Zwangsversteigerung zu kaufen, versucht Scarlett Geld aufzutreiben. Sie geht zu Rhett Butler, der als Kriegsgefangener im Gefängnis von Atlanta festgehalten wird, und umschmeichelt ihn, um den Betrag von ihm zu leihen. Rhett kann ihr in seiner Lage aber nicht helfen. In ihrer Not heiratet Scarlett den Ladenbesitzer Frank Kennedy durch eine List, den langjährigen Verlobten ihrer Schwester Suellen, um an sein Geld zu kommen. Scarlett nimmt in dieser Ehe die Zügel in die Hand und  übernimmt die Leitung der Sägerei. Sie gerät in die gesellschaftliche Kritik, weil sie Kriegsgefangene als Arbeiter ausbeutet, Handel mit „Yankees“ betreibt und häufig ohne Begleitung allein unterwegs ist, wobei sie auch einmal überfallen wird. Ihr Mann stirbt darauf hin bei dem Versuch der Rache.


Auf der Beerdigung macht ihr Rhett Butler einen Heiratsantrag, weil er Scarlett schon seit Jahren liebt, und Angst hat, dass sie aus der Not heraus erneut einen anderen heiraten könnte. Rhett versucht die Liebe seiner Frau zu gewinnen, indem er sie mit Luxus überhäuft und mit ihr auf Reisen geht. Die Ehe mit Rhett Butler bleibt jedoch nur oberflächlich glücklich, da Scarlett noch immer an ihrer vermeintlichen Liebe zu Ashley festhält. Scarlett bringt ihre Tochter Eugenie Victoria, genannt Bonnie, zur Welt. Danach verweigert Scarlett Rhett den ehelichen Verkehr, da sie um ihre Figur besorgt ist und weitere Schwangerschaften fürchtet.


Eines Tages begegnet sie in der Sägerei Ashley, die beiden reden über ihre Erinnerungen an die Zeit nach dem Krieg. Ashley dankt Scarlett für alles, was sie für ihn und Melanie getan hat und umarmt sie. Diese Szene wird von Ashleys Schwester India beobachtet, die eine Affäre vermutet. Scarlett wagt es daher nicht, zu Ashleys Geburtstagsfeier zu gehen. Rhett zwingt sie schließlich, das Fest zu besuchen. Melanie glaubt jedoch an Scarletts Unschuld und nimmt sie gesellschaftlich in Schutz. Am gleichen Abend fällt der wütende und angetrunkene Rhett über Scarlett her, um „den unsichtbaren Dritten in seiner Ehe aus ihren Gedanken zu löschen“. Am nächsten Morgen ist Scarlett glücklich über die Vermeintliche Versöhnung mit  Rhett, dieser  teilt ihr jedoch mit, dass er sie verlassen werde. Er reist mit Bonnie nach London. Als Rhett von der Reise zurückkehrt, erfährt er von Scarlett, dass sie wieder schwanger ist. Es kommt zu einem heftigen Streit, bei dem Scarlett die Treppe hinunterfällt, eine Fehlgeburt erleidet und daran fast stirbt.


In dieser schweren Zeit wünscht sich Scarlett verzweifelt Rhetts Anwesenheit. Rhett geht es genauso, jedoch kann keiner über seinen Schatten springen und auf den anderen zugehen. Rhett ist beschämt über sein Verhalten. Der Versuch, die Ehe zu retten, wird vom Tod der Tochter Bonnie verhindert, die sich beim Hürdenspringen mit ihrem Pony das Genick bricht. Scarlett und Rhett geben sich gegenseitig die Schuld am Tod des Mädchens. Rhett verliert darüber fast den Verstand. Er schließt sich tagelang mit dem Leichnam seiner Tochter ein und nur Melanie gelingt es schließlich, ihn zu überreden, das Kind beerdigen zu lassen. Melanie ist trotz Abratens der Ärzte wieder schwanger geworden und stirbt während der Schwangerschaft. Nach Melanies Tod erkennt Scarlett, dass ihre Liebe zu Ashley eine Schwärmerei  war, und sie Rhett liebt. Sie bittet Rhett um Vergebung. Doch für Rhett kommt diese Erkenntnis zu spät. Seit dem Tod der gemeinsamen Tochter Bonnie, hat er keine Kraft mehr, um an diese Ehe zu glauben. Scarlett beschließt, nach Tara zurückzukehren. In der Umgebung der geliebten Plantage will sie Pläne für die Rückeroberung von Rhetts Liebe schmieden.

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Lock up – Überleben ist alles (1989)

13. Juni 2009

Lock up ist einer der meistunterschätztesten Filme Silvester Stallones. Als wortkarger Einzelkämpfer schlägt sich Sly (buchstäblich) durch.

Der Film bietet solide Action und eine passable Story. Neben Stallone, überzeugt Donald Sutherland als sadistischer Gefängnisaufseher. Wer keine hohen Ansprüche an geistreiche Dialoge stellt, kommt bei diesem Film garantiert auf seine Kosten.

Regisseur: John Flynn

Schauspieler: Silvester Stallone, Donald Sutherland, John Amos

Story: Knapp sechs Monate vor seiner Entlassung aus einem Provinzgefängnis wird Frank Leone (Silvester Stallone), auf Veranlassung des Gefängnisaufsehers Drumgoole (Donald Sutherland), der ihn für seine gescheiterte Karriere verantwortlich macht, in das Hochsicherheitsgefängnis Gateway verlegt. Drumgoole versucht nun durch menschenentwürdigende, sadistische und brutale Schikanen Leone dazu zu bringen die Kontrolle zu verlieren und somit seine Entlassung zu verhindern. Je näher der Entlassungstermin rückt, desto radikaler fallen Drumgooles Methoden aus.

Für eingeschworene Silvester Stallone-Fans auf jeden Fall ein Highlight. Aber auch für den Rest des Publikums ist dieser Film zu empfehlen, da er actionreiche und kurzweilige Unterhaltung bietet. Die zum Teil nichtssagenden Dialoge werden allerdings nur wenige dazu animieren Lock up zweimal sehen zu wollen.

Moviemaster meint:

„Nein, keine Angst, dies ist kein Action-Drama, sondern nach der – zugegeben lang geratenen – Einleitung ein solider Action-Film mit Allzweckwaffe Sylvester Stallone. Während er kaum Schauspielkunst aufwenden muss, überzeugt Donald Sutherland (einmal mehr) als tyrannischer Despot. Trotzdem bietet diese Mischung für viele etwas – aber für kaum jemanden mehr.“ Frank Ehrlacher

Und auf imdb.com ist zu lesen: „Very under rated Stallone movie, whose storyline accurately fits his acting credentials.“

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Der Seelenbrecher – Ein fesselnder Bestseller

12. Juni 2009

Drei Frauen verschwinden spurlos und als man die Frauen nach  nur einer Woche wieder aufgreift, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Das Werk eines Psychopathen, den die Presse „Seelenbrecher“ nennt. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder in einer psychiatrischen Luxusklinik aktiv, nachdem er unerkannt dort eingeliefert wird. Dies geschieht kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wird. Verzweifelt versuchen die eingeschlossenen Ärzte und Patienten einander zu schützen, doch es gibt kein Entkommen.

Der Autor, Sebastian Fitzek, wurde 1971 in Berlin geboren, wo er heute als Journalist und Autor für zahlreiche Hörfunkstationen und TV-Sender tätig ist. Gleich sein erster Psychothriller „Die Therapie“ eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste und begeisterte die Leser. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“ und „Das Kind“ festigte er seinen Ruf als neuer deutscher Star des Psychothrillers. „Der Seelenbrecher“ , erschienen beim Knaur-Verlag im Oktober 2008, steht hier in Nichts nach und wurde ebenfalls ein Bestseller.

Faszinierend an diesem Buch ist die Mischung von Realität und Fiktion, die Sebastian Fitzek wunderbar geschafft hat. Er beginnt sein Buch in der Realität, indem er mit einem scheinbar harmlosen Experiment beginnt, das ein Professor mit einigen Studenten durchführen will. Sie alle sollen eine Patientenakte, die in einem Nachlass gefunden wurde an einem Stück durchlesen. Die Patientenakte ist die „Geschichte“ des Seelenbrechers. Schon nach der Einleitung brechen die ersten Studenten das Experiment ab und nur ein junges Paar bleibt über. Hier wechselt Fitzek geschickt zwischen Realität und Patientenakte, denn wir können auch immer wieder an der Gedankenwelt der beiden Teilnehmer des Experiments teilhaben. Die Beobachtung des Verhaltens durch den Professor wird geschildert und die Fragen der Beiden Leser gestellt. Ähnliche Fragen, wie die, die die beiden aufwerfen, stellt man sich beim Lesen der Akte auch selbst. Eine Identifikation mit den beiden Studenten ist nicht schwer, da die beiden sehr realitätsnah sind.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert, da man sich durch die geschickte Mischung schnell in der Geschichte verliert und selbst so in die Rolle der beiden Studenten versetzt ist, die schon bald nicht mehr wissen, ob die Patientenakte wahr oder Fiktion ist. Und ein Schocker war auch enthalten, der wahrscheinlich jeden Leser kurz innehalten lässt und ihm einen Schauer über den Rücken jagt. Doch was dies ist, werde ich nicht vorweg nehmen. Ich sage nur: Lesen! Ein sehr fesselndes und mitreißendes Buch, das auch nach dem letzten Wort nicht endet und dem Leser noch ein Rätsel mitgibt.

Titel: Der Seelenbrecher

Autor: Sebastian Fitzek

Erschienen im Knaur-Verlag 2008

Genre: Psychothriller

ISBN 978-3-426-63792-0

Preis: 7,95 €

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Atemberaubende Tauchfahrt in die Anthropologie

12. Juni 2009

In dem kleinen Dorf Manham arbeitet seit kurzem der Arzt Dr. David Hunter. Niemand aus dem Dorf kennt seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doch als eine Mordserie in dem kleinen Dorf beginnt, nimmt Dr. Hunter die Jagd nach dem Täter auf. Er ist als bester Anthropologe Englands bekannt, doch verließ nach dem tragischen Tod seiner Tochter und seiner Frau die Großstadt, um in Ruhe den Tod verarbeiten zu können. Auf der Suche nach dem Täter gerät der erfolgreiche Anthropologe immer wieder in Konfliktn mit der Dorfpolizei und kämpft verbissen um Anerkennung. Als der Täter sich der schönen Jenny nähert, wird der Fall zu einer persönlichen Sache.

Autor Simon Beckett beschreibt in seinem Thriller „Die Chemie des Todes“ die Tatorte und besonders die Leichen mit größtem anthropologischem Wissen, welches er sich auf der „Body Farm“ des FBI in Tennessee angeeignet hat. Auf der „Body Farm“ lernen angehende Anthropologen mit echten menschlichen Leichen, welche der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Diese Art der Einrichtung ist weltweit einzigartig. Seine detailgetreuen Beschreibungen der Verwesungsprozesse und Obduktionen in Verbindung mit einem spanneden Fall der Extraklasse fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

„Ein ungemein spannender Roman für heiße Sommertage, wenn rundum Fliegen surren und ein leichter Mordgeruch in der Luft liegt.“ (Deutschlandradio)

Titel: Chemie des Todes
Autor: Simon Beckett
Genre: Thriller
Seiten: 432
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (ISBN 978-3-499-24197-0)
Preis: 9.90 €

Rezensiert von Burkhard Asmuth

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Plakatöses Chaos an den Wänden der RUB

12. Juni 2009

Mit farbenfroher Fülle überfluten bunte Plakate die graue Uni aus dem Westen.

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Ein Mann und sein Kampf mit dem Bundeskleingartengesetz…

11. Juni 2009

Wladimir Kaminer – Mein Leben im Schrebergarten

In seinem Roman „Mein Leben im Schrebergarten“ beschreibt Wladimir Kaminer, wie er im Jahr 2006 stolzer Besitzer eines Schrebergartens wird, Spießer und weitere Herausforderungen  inklusive: „Es kam kaum ein Verbot, das wir nicht übertreten hatten, außer vielleicht das zur Haltung von Großvieh in Kleingartenanlagen.“

Kindheitserinnerungen seiner Frau bringen Wladimir Kanminer und seine Familie auf die Idee sich in einem Kleingartenverein anzumelden. Nach kurzer Wartezeit sind sie endlich stolzer Besitzer einer Parzelle im Verein „Glückliche Hütten“ und der frischegebackene Hobbygärtner stürzt sich in eine fremde Welt. 

Mit einer Prise schwarzem Humor begleitet man Kaminer fortan durch sein Gartenjahr, welches sich schwieriger und unterhaltsamer gestaltet, als er sich vorgestellt hatte. Dies mag daran liegen, dass er die meisten Pflanzennamen in seinem Garten weder auf deutsch noch auf russisch betiteln kann oder daran, dass ihm die strengen Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes zu schaffen machen. Mit Hilfe einiger netten Nachbarn schaffen er und seine Familie sich dennoch ihr eigenes kleines Paradies.

Der russische Blickwinkel auf die scheinbar letzte Bastion des deutschen Spießers lässt den Leser unentwegt schmunzeln. Vor allem dann, wenn es um feucht fröhliche Einweihungparties oder um Rhabarber in Hülle und Fülle geht, welcher dem Russen aber so gar nicht schmecken will. 

Einziges Manko sind die eingeflochtenen, kurzen Ausflüge in andere Themen. So erzählt Kaminer zum Beispiel die Geschichte seines Nachbarn Günther Grass. An einer anderen Stelle berichtet er von einem Familienurlaub in seiner Heimat Russland. Auch dort geht es annähernd um einen Garten, der eigentliche Sinn dieser Episode erschließt sich dem Leser jedoch nicht. Vielleicht war dies nötig, um das Buch zu füllen, vielleicht wollte Kaminer aber auch seine Vorliebe für Kurzgeschichten mit einbringen. 

Ein Roman, nicht nur für den Sommer und nicht nur für Hobbygärtner. Einsichten aus dem Allerheiligsten des Spießbürgertums werden hier aus russischer Sicht und auf amüsante Weise erzählt. Ob die Vorurteile bestätigt werden oder nicht und warum man einen Rap über eine Hummel schreibt, dass muss der Leser selbst herausfinden.

Rezensiert von Silja Schneider

Titel: Mein Leben im Schrebergarten
Autor: Wladimir Kaminer

Verlag: Manhattan HC; Seiten: 224

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Die Ruhr-Uni hält fit

11. Juni 2009

Die Ruhr-Uni Bochum ist eine Universität, die sich um die geistige und körperliche Fitness ihrer Studenten bemüht. Dafür stehen zahlreiche Professoren zur Verfügung – vor Allem hat sie aber mit dem Bau von zahlreichen Treppen die Gesundheit der Studenten im Blick. Treppenlaufen wird zur Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium…

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Ein Ausflug ins feudale Japan

11. Juni 2009

In seinem Roman Shogun von 1975, der Vorlage der gleichnamigen Fernsehserie von 1980, beschreibt Autor James Clavell die Erlebnisse des englischen Navigators John Blackthorne, der um 1600 als Anführer einer niederländischen Handelsexpedition mit seinem Schiff in knapper Not die Küste Japans erreicht und von da an ungewollt in das intrigante Machtspiel der zwei einflussreichsten Fürsten Japans gerät.

Kaum an Land, sehen Blackthorne und seine Mannschaft sich einer völlig fremden Welt gegenüber. Doch zu dem anfänglichen Kulturschock gesellt sich noch eine weitere unangenehme Überraschung: Die Feinde des protestantischen Bündnisses England und Niederlande, die katholischen Portugiesen, haben bereits durch zahlreiche Missionen der fanatischen Jesuiten-Bruderschaft Fuß auf japanischen Boden gefasst.

Im Verlauf der Ereignisse jedoch gelingt es Blackthorne, darauf beharrend er käme in friedlicher Absicht mit dem Ziel Handelsabkommen zu schließen, sich bei Toranaga, einem der beiden mächtigsten Fürsten des Landes, ein zu schmeicheln. Fürst Toranaga erkennt Blackthornes Potential ihn mit seinem bewaffneten Schiff als Druckmittel gegen die Jesuiten einzusetzen, damit diese ihn und damit die bereits zu Christen bekehrten Fürsten im Kampf um die Macht Japans unterstützen.

Sein Widersacher, der hinterlistige Fürst Ishido, welcher sich in der Burg von Osaka verschanzt, sieht in Toranaga eine Bedrohung für den Erben des Kaiser-Thrones, der Abseits mit seiner Mutter in Kyoto verweilt und darauf wartet ein regierungsfähiges Alter zu erreichen. Der zur Überbrückung dieser Zeit eingesetzte Rat ist jedoch heillos zerstritten und ein Krieg zwischen den Fürsten scheint unausweichlich.

Blackthorne passt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr den japanischen Sitten und Gebräuchen an und versucht die fremde Sprache zu erlernen. Dabei bekommt er Unterstützung von der schönen Mariko, einer wichtigen Beraterin Toranagas, mit der er eine Affäre beginnt. Mariko ist es schließlich auch, die mit ihrem Freitod, um gegen Ishidos intrigante Vorgehensweise zu protestieren, die meisten Fürsten auf Toranagas Seite ziehen kann, der letztendlich den Krieg für sich entscheidet und sein großes Ziel erreicht: Er wird Shogun.

Clavell erzählt in schillernden Farben eine Geschichte um Macht, Liebe und Verrat vor der Kulisse des feudalen Japans zu Beginn des 17. Jhr.. Neben den spannenden Ereignissen und Wendungen der Erzählung, bietet er dem Leser vor allem einen interessanten und aufschlussreichen Einblick in die japanische Kultur und Gesellschaftsform jener Zeit. Dabei wechselt er galant zwischen den Perspektiven. Mal sieht man durch Blackthornes Augen, zu Beginn noch tief verfahren im europäisch-christlichen Wertesystem, den völlig unnötigen und sündhaften Selbstmord eines treuen Vasallen. Dann wiederum erfährt man aus Sicht dieses Japaners, welche Ehre ihm widerfahren ist, die Erlaubnis seines Fürsten erhalten zu haben, sich selbst mittels Seppuko (Selbstmord) in die große Leere befördern zu dürfen und damit der Vergänglichkeit der Welt zu entgehen und sein Karma zu erfüllen.

Der Roman sei also allen Lesern empfohlen, die neben einer spannenden und epischen Geschichte mit historischem Hintergrund, auch mal einen Blick auf eine fremde Kultur und dessen Weltverständnis werfen wollen.

Rezensiert von Jan Möller

James Clavell: Shogun
Roman, Blanvalet (2002), 1225 Seiten

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Ein visueller Spaziergang durch die Rub

11. Juni 2009

Hier könnt ihr die schönsten Ecken der Rub entdecken!
Ein kleiner Spaziergang über den Campus der wohl schönsten Uni der Welt!

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A.J. Jacobs: Die Bibel & ich

11. Juni 2009

Eine reizvolle Mischung: Ein Agnostiker, die Bibel und der Versuch, miteinander zurecht zu kommen.

Nach seinem Bestseller Britannica und ich wagt sich A.J. Jacobs an ein neues Projekt: Er will ein Jahr lang nach den Geboten und Gesetzen der Bibel leben. Da dieses Vorhaben nicht ganz einfach umzusetzen ist, legt er sich zahlreiche Bibelübersetzungen sowie einen geistlichen Beraterstab zu, der ihn unterstützen soll.

An die 800 Gebote findet Jacobs im Alten und Neuen Testament, die er alle wörtlich befolgen will. Fällt es ihm bei „Du sollst nicht töten“ noch relativ einfach, sich gesetzestreu zu verhalten, kommt er bei der Steinigung von Ehebrechern schon ins Schwitzen. Da müssen dann die kleinen Kieselsteine herhalten. Auch immer die Wahrheit zu sagen, fällt Jacobs nicht leicht, schließlich belügt er ständig seinen Sohn, wenn er ihm beim Essen verspricht: „Nur noch einen Bissen“.

Bei dem Versuch, sein Äußeres biblisch zu gestalten, muss er mit Linsensuppe in seinem viel zu langen Bart kämpfen und skeptische Blicke ertragen, weil er in einem weißen Gewand durch die New Yorker Innenstadt schlendert.

Neben dem Versuch, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen, erkundet Jacobs zahlreiche religiöse Gruppen und versucht dahinter zu kommen, warum Mitglieder einer Sekte aus Überzeugung giftige Schlangen anfassen oder warum orthodoxe Juden dank Menstruationsgesetz so etwas wie monaltichen Flitterwochensex haben.

In Form von Tagebucheinträgen lässt der Autor den Leser miterleben, wie er sich auf die Bibel einlässt. In seiner witzigen Art kommentiert und beschreibt er die verschiedenen Stationen und Erlebnisse seiner einjährigen Reise. Zwar kann er als Agnostiker so manchen Vorschriften nichts abgewinnen und er hinterfragt die Bibel ernsthaft. Doch auch wenn sich Jacobs am Ende seines Projekts immer noch nicht als religiös bezeichnen würde, so kann er doch auf etliche spirituelle Erlebnisse zurückblicken und zumindest manche Aspekte der Bibel für sich entdecken.

Ein empfehelnswertes Buch, für jeden, der gerne lacht und Lust hat, wie Jacobs, auf amüsante und zugleich intellektuelle Art die Bibel zu erkunden.

Rezensiert von Christine Winkler

Titel: Die Bibel & ich
Autor: A.J. Jacobs
Verlag: Ullstein
Seiten: 432

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Videoposting

16. Mai 2009

Oberhalb der Schreibmaske auf „Video einfügen“ gehen, dann öffnet sich ein Flashfenster! Dann einfach auf „Datei auswählen“ und auf das Register „Von URL“ gehen!

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11. Bochumer Newcomer Festival

16. Mai 2009

Hoffnungsvolle Bands präsentieren sich im Kulturcafè an der Ruhr- Uni Bochum.

Zum 11. Mal findet an diesem Wochenende das Newcomer Festival statt. Am Samstag den 16. Mai 2009 ab 19.30 Uhr müssen sich vier Bands  den kritischen Zuschauern stellen.

Für drei Euro kann sich jeder eine Stimmkarte kaufen und ihrer Lieblingsband dabei helfen,  das Finale am 28. Mai in der Bermudahalle zu erreichen.

Folgende Bands sind angekündigt:

But Then The Self In The Tree Fell Asleep

Dakota

Nizzla

Prisca Jones

VKUSNO

Seien sie Teil dieser Veranstaltung und unterstützen den musikalischen Nachwuchs.

Weitere Informationen auf der Homepage des AKAFÖ

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Studium und Beruf – vereinbar?!

16. Mai 2009

Da viele Studenten/innen Studium und Beruf vereinen müssen, haben wir eine 26-jährige  Studentin zu ihrer Lebenssituation befragt.

Sie studiert Germanistik und Mathematik an der TU Dortmund im 2. Semester, Bachelor. gestufte Lehrerbildung

Du hast bereits eine Ausbildung gemacht und standest im Berufsleben. Wieso wolltest du noch studieren?!

Weil ich mich in meinem Beruf gnadenlos unterfordert fühlte.

Was hast du vorher beruflich gemacht?

Ich war vorher Hairstylistin.

Und das hat dich nicht ausgefüllt?

Ich fühlte mich geistig unterfordert. Haare schneiden macht mir immer noch Spaß, aber es reicht nicht aus um mich zu erfüllen.

Wie ist denn die Wahl auf deine Studienfächer gefallen?

Ich wollte eigentlich Psychologie studieren, aber leider reichte mein NC nicht aus. Ich werde aber versuchen noch einmal zum WS zu wechseln. Ich habe auch schon mit Genehmigung den Grundkurs gemacht.

Wie finanzierst du denn dein Studium?

Da ich kein Bafög bekomme und knapp 700 Euro an die Uni zahlen muss, muss ich neben dem Studium etwa 30 Stunden arbeiten. Wenn man bedenkt, dass ich etwa 10 Semester studiere, kommt da einiges auf mich zu.

Kriegst du überhaupt noch schlaf?!

Eher weniger. Aber in ein paar Monaten kann ich endlich wegen meiner Berufstätigkeit  elternunabhängiges Bafög beantragen. Dann muss ich auch nicht mehr so viel arbeiten und kann mich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren.

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Optionalbereich – Segen oder Fluch?

16. Mai 2009

CampusRevier: Zu Gast für unser Interview ist heute Sandra Buchhorn, ihres Zeichens Studentin der Theater- und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Hallo Sandra!

Sandra: Hallo.

CampusRevier: Wir möchten heute ein kleinwenig mit dir darüber reden, was es eigentlich genau mit dem Optionalbereich auf sich hat. Die Nicht-Studis oder Studienanfänger unter uns können sich sicherlich nicht direkt was darunter vorstellen und daher ist es bestimmt ganz interessant, wenn du uns vielleicht zu Beginn einen kurzen Überblick darüber gibst, um was es sich dabei im Allgemeinen handelt und welche Möglichkeiten der Optionalbereich eigentlich so bietet.

Sandra: Also der Optionalbereich ist im Grunde so etwas wie ein drittes Fach neben unserem Studium, das es uns erlaubt, etwas zu wählen, was eigentlich nicht direkt mit unserem Studium zu tun hat. So z.B. etwas aus der Biologie, oder das Absolvieren eines Praktikums, oder auch etwas im Bereich Kommunikation.

CampusRevier: Das heißt also, es bietet die Möglichkeit so ein bisschen über den Tellerrand des eigenen Studiums hinauszuschauen und sich Zusatzinhalte vermitteln zu lassen. Das hört sich ja im ersten Moment eigentlich ganz interessant an. Gibt es da vielleicht etwas, was du persönlich daran zu bemängeln hättest, oder ist das alles ganz okay so für dich?

Sandra: Ja im ersten Moment hört sich das wirklich ganz nett und gut an, aber wenn man mit dem Studium beginnt, merkt man eigentlich recht schnell, dass es ziemlich schwer ist überhaupt einen Platz im Optionalbereich zu bekommen. Wir müssen um unsere Plätze regelrecht kämpfen, da sie per Losverfahren zugeteilt werden und es meisten weniger Plätze als Studenten an unserer Uni gibt. Und da jeder in diesem Bereich 30 Credit Points sammeln muss, wird es schwer.

CampusRevier: Man braucht also 30 Credit Points, um seinen Bachelor machen zu können. Wie viele Punkte bekommt man eigentlich für ein abgeschlossenes Modul des Optionalbereichs?

Sandra: Eigentlich bekommst du für einen normalen Kurs 5 Punkte. Wenn du ein Praktikum machst, bekommst du 10. Es gibt allerdings auch Kurse, für die du auch 10 Punkte erhältst, was aber eher nicht der Regelfall ist.

CampusRevier: Das bedeutet also, dass du, bei einer Regelstudienzeit von sechs Semestern, im Schnitt pro Semester einen normalen Kurs für 5 Punkte abschließen müsstest. Ist das überhaupt zu schaffen?

Sandra: Wie schon gesagt, ist es relativ schwer einen Platz zu bekommen und von daher ist es eigentlich kaum zu schaffen. Es sei denn, du machst ein Praktikum, suchst dir einen Kurs für 10 Punkte und machst dann noch zwei Kurse für 5 Punkte. Dann hast du es!

CampusRevier: Dann muss man aber dennoch versuchen, sich zeitlich alles so einzuteilen, dass es klappt. Wir hoffen natürlich, du konntest das bisher ganz gut organisieren. Du bist ja jetzt im vierten Semester und hast sicherlich schon einiges an Erfahrung mit dem Optionalbereich sammeln können. Was hast du denn bereits für Kurse gehabt?

Sandra: Letztes Semester hatte ich keinen Kurs. Dieses Semester hab ich die Teilnahme für einen Kurs erhalten, der mir aber persönlich doch nicht so zusagte, da ich für 5 Credit Points zwei Klausuren hätte schreiben müssen, sechs Blocktermine hätte wahrnehmen müssen und auch noch zusätzlich in der Woche hätte Zeit haben müssen.

CampusRevier: Und um was für einen Kurs handelte es sich?

Sandra: Das war „Einführung in die Tabellenkalkulation“.

CampusRevier: Klingt ja schon etwas „trocken“ im Vergleich zu deinem geisteswissenschaftlichen Studium. Was war denn so deine Erfahrung mit diesem Kurs?

Sandra: Es war ziemlich viel Aufwand für die paar Pünktchen und wie du schon sagtest, war er relativ „trocken“. Außerdem war er zeitlich auch nicht wirklich mit meinem Stundenplan vereinbar.

CampusRevier: Das war ja dann eher eine negative Erfahrung. Hast du denn auch positive Erfahrungen mit dem Optionalbereich machen können? Gab es vielleicht einen Kurs, der dir besonders gut gefallen hat?

Sandra: Wie schon erwähnt, kann man ja ein Praktikum absolvieren. Und da ist man eigentlich ziemlich frei in der Wahl. Ich hab eins im Theater gemacht und das hat mir dann persönlich schon viel gebracht.

CampusRevier: Du hast dir also etwas ausgesucht, was unmittelbar mit deinem Studium zu tun hat. Was genau musstest du dann im Theater machen?

Sandra: Ich war dort als Regieassistentin tätig und habe einfach mal einen Einblick in das Theaterleben bekommen. Ich konnte überall mitarbeiten, durfte bei den Proben zugucken, und habe beim Bau des Bühnenbildes mitgeholfen.

CampusRevier: Da konntest du sicherlich einiges an guten Erfahrungen mitnehmen. Hast du denn, neben deinem Praktikum und der „Tabellenkalkulation“, sonst noch irgendwelche Kurse gehabt?

Sandra: Ja. Ich hatte „Methoden angewandter Kommunikation“, kurz gesagt MAK. Bei diesem Kurs erhielt ich Einblicke, wie Kommunikation funktioniert.

CampusRevier: Wie war der Lerneffekt? Konntest du da auch ein bisschen was draus mitnehmen?

Sandra: Nicht so wirklich. Es war zwar ganz nett, aber eigentlich ist nachhaltig nichts davon geblieben.

CampusRevier: War das alles, was du bisher aus dem Optionalbereich in deinem Studium gemacht hast?

Sandra: Ja.

CampusRevier: Also musst du dann noch ein paar Kurse absolvieren, um die volle Punktzahl zu erreichen, die für den Bachelor-Abschluss gefordert werden. Hast du denn schon eine Idee, welche Kurse du vielleicht im nächsten Semester wählen möchtest?

Sandra: Ja. Vielleicht etwas aus dem Institut für Biologie, etwas mit Tierphysiologie. Oder vielleicht eine Sprache.

CampusRevier: Das hört sich ja schon mal viel versprechend an. Bleibt abschließend noch die Frage, ob der Optionalbereich für dich Sinn macht, oder würdest du da doch lieber drauf verzichten, wenn du die Möglichkeit hättest?

Sandra: An sich halte ich es für eine nette Idee, aber die Umsetzung finde ich schlecht. Es ist ja schon ganz schön, mal aus den Alltag seines Studiums herauszukommen und sich andere Bereiche anzugucken. Aber dies unter Druck machen zu müssen, um seine Credit Points zu bekommen, mit der Angst, es vielleicht doch nicht zu schaffen, halte ich nicht für wirklich sinnvoll.

CampusRevier: Also wäre dein Fazit, dass der Optionalbereich schon eine gute Idee ist, aber mit der derzeitigen Organisationsform nicht wirklich Sinn macht. Damit bedanken wir uns bei dir und wünschen dir noch viel Erfolg für dein weiteres Studium.

Sandra: Danke. Euch auch noch viel Erfolg.

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Allrounder im Job

16. Mai 2009

Wir haben uns die Frage gestellt – welchen Job üben junge Leute aus?! Dazu haben wir Lina K., 27 Jahre, befragt. Sie kommt aus Herdecke und arbeitet in Dortmund als Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Deine Jobbezeichnung klingt ja interessant. Was machst du?

Alles! Ich manage das Back-Office eines Immobilienmaklers.

Was kann ich mir denn darunter vorstellen?!

Erstmal den den ganzen Bürokram, angefangen von Kundenberatung am Telefon über Anzeigenformulierung, dann natürlich Besichtigungstermine, Objekt- und Kundenpflege und natürlich Kaffee kochen.

Das klingt sehr abwechlungsreich. Ist das dein Traumjob, oder wolltest du mal etwas anderes machen?

Bis auf das ich zu viel im Büro sitze, und lieber mehr im Außendienst arbeiten würde, ist der Beruf sehr interessant und macht mir riesigen Spaß. Ich möchte jedenfalls nichts anderes machen.